Samstag, 27. Juli 2013

Rezension: Beastly von Alex Flinn

BEASTLY
von Alex Flinn                                                     

Originaltitel: Beastly
Verlag: Baumhaus
Seiten: 330
Preis: 7,99€
Einzelband 
Wertung: ♥♥♥♥♥ 
Will ich kaufen!



Klappentext
 Kyle Kingsbury ist eine Bestie, die nachts durch New York streift - ein hässliches Monstrum. Doch Kyle war nicht immer so. Er war mal ein Junge, mit dem jeder andere gerne getauscht hätte, ein gutaussehender, reicher und bei vielen Mädchen beliebter Kerl. Doch er war auch arrogant, eingebildet und überheblich. Zur Strafe wurde er dazu verflucht, dieses grässliche Biest zu sein – jetzt kann nur noch die Liebe diesen Fluch brechen. [QUELLE]

Meinungsgeschwätz

Früher als das Buch noch zu den neuen gehörte bin ich immer oft darüber gestolpert und hatte es auch häufig in der Hand, aber leider war das noch nicht die Zeit in der ich so viel las wie heute. Aber jetzt endlich, wo es schon fast zu dem "alten Eisen gehört" bin ich endlich zu dem Entschluss gekommen das es nicht aus Zufall so oft in meiner Hand landen konnte. Und ich glaube ich habe viel zu wenig von dem Buch erwartet!

Das Augenmerk ist hier deutlich auf die Veränderungen des Protagonisten Kyle gerichtet.
Er war vor dem Fluch ein arroganter, eingebildeter Mistkerl der Leute schikanierte nur weil sie nicht dem idealen äußeren Schönheitsmaßen entsprachen. Aber bei diesem typischen Klischee hätte er auch zu nichts anderem mutieren können: Sein Vater ist ein reicher und selbstverliebter Nachrichtensprecher der Kyle keine Liebe gibt aber dafür jede Menge Geld. Seine Mutter hat sie verlassen und interessiert sich nicht für ihren Sohn. Kyle wird von klein auf beigebracht das er Vorteile mit seiner Schönheit hat und das alles auf Oberflächlichkeiten ankommt.

Alex Flinn nahm sich einfach das Märchen "Die Schöne und das Biest" und schrieb es neu um. Diese Idee fand ich wirklich hervorragend und ich bin der festen Überzeugung man hätte es nicht besser umsetzen können!

Eines Tages nimmt das Runtermachen von Kyle aber ein Ende, denn er wird selbst zu einem hässlichen haarigen Monstrum verhext. Sein Vater will nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden und lässt ihn allein mit einer Haushälterin zurück. Nachdem Kyle den ersten Schock überwunden hat fängt er an sich zu bessern. Er will in seiner vielen Freizeit die er nur drinnen verbringen kann, Geschütz vor den Blicken der Menschheit, Unterrichtet werden. Er sieht endlich die innere und wirkliche Schönheit in Dingen und sein angebauter Rosengarten wird zu seinem Zufluchtsort. Er verbringt viel Zeit mit lesen oder gärtnern. Oft verfällt er in bittere Melancholie, aber da gibt es immer noch wenige Menschen die ihn trotz seiner Hässlichkeit mögen und ihn etwas aufrichten. Er fängt an sich mehr etwas aus seinen Mitmenschen zu machen. Trotzdem ist er hoffnungslos und einsam, er glaubt nicht daran das jemand ihn so lieben könnte.

Aber dann kommt da wie im Märchen doch dieses eine Mädchen das in seinem Haus leben muss. Ich fand es mal wirklich toll das Märchen mal aus der Sicht der Bestie zu erleben und sich in sie hineinzuversetzen als wie im Original in das Mädchen.

Das Buch hat wirklich unglaublichen Tiefgang und kommt mit so gut wie keiner Spannung aus. Die Seiten flogen trotzdem wie aus heiterem Himmel. Alex Flinn schreibt sehr emotional, das macht es sogar noch leichter sich in die Bestie hineinzuversetzen.

Ich mag alle Charaktere wirklich sehr. Sie waren alle auf ihre Art einzigartig: der eingebildete Vater, die sorgenvolle Haushälterin, die eigentlich nette Hexe, der weise Privatlehrer und das innerlich schöne Mädchen.

Fazit

Feinfühlig und emotional schrieb Alex Flinn das Märchen "Die Schöne und das Biest" neu und könnte mich damit (auch ohne Spannung) sofort begeistern. Wie sich Kyles Leben und seine Einstellung ändert kam mir so vor als würde es direkt vor meinen Augen geschehen und ich habe jede Seite mit ihm mitgezittert, getrauert und gehofft.
4 Punkte 

Fortsetzung

Zu "Beastly" wird es keine Fortsetzung geben (schade) aber dafür hat Alex Flinn noch weitere Romane geschrieben die eine neuere Art von Märchen sind und die unabhängig dazu gelesen werden können.

 









Kommentare:

  1. Da hört sich jemand wirklich begeistert an.;D
    Zu wenig zu erwarten und überrascht zu werden, ist aber immer noch besser als zu viel erwarten und dann enttäuscht zu werden.;)

    Jetzt kannst du ja den Film schauen.:) Mal sehen, wie du den findest.

    Tolle Rezi!:D
    LG
    Lynn

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  2. Also den Film fand ich ja nicht sooo gut. Das Buch habe ich noch nicht gelesen. Aber ist ja häufig so, dass man von Literaturverfilmungen enttäuscht ist.

    Liebe Grüße,
    Kathi

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  3. Ich fand den Film überraschenderweise besser als das Buch :)

    Dein Blog ist cool, ich würde mich auf einen Gegenbesuch freuen! :)

    LG Büchernixe
    http://buechernixe.blogspot.com

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  4. Ich habe das Buch erst vor Kurzem auf Englisch gelesen. Ich fand die Geschichte wirklich süß, allerdings ist sie auch nichts Besonderes. Im Prinzip ist es nur eine moderne Adaption von "Die Schöne und das Biest". Den Film habe ich auch gesehen. Mir gefiel daran nicht, dass man Lindy und Kendra so ganz anders aussahen, als sie im Buch beschrieben wurden. Kyle war außerdem viel zu hübsch für ein Biest. Ansonsten war der Film aber recht nett. Ich werde Kendras Geschichte aber weiterverfolgen und auch noch die anderen Bücher über sie lesen. Die Hexe fand ich nämlich wirklich eine sehr interessante Protagonistin.

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Haaaallöchen!
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Liebe Grüße
Jessi