Sonntag, 5. August 2012

[Rezension] - Godspeed, Die Reise beginnt von Beth Revis


Titel: Die Reise beginnt
Originaltitel: Across the Universe
Autorin: Beth Revis
Übersetzer: Simone Wiemken
Genre: Dystopie
Reihe: Godspeed 1
Gebunden: 445 Seiten
Verlag: Dressler
Preis: 19,95 €

Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen? Eine packende Gesellschaftsvision und ein fesselnder Pageturner um eine große Liebe, der Traum von Freiheit und tödliche Gefahren. Erster Band der Trilogie.

"Ich war im Eis. Ich war Eis. Ich bin Eis. Aber wenn ich Eis bin, wieso weiß ich es?" (Seite 19)



Das Cover sieht wirklich umwerfend aus aber leider passen die zwei Gesichter nicht zu den Hauptfiguren Amy und Junior die sie auch eigentlich darstellen sollten. Aber dieses mal habe ich es nicht nur wegen dem schönen Bild gekauft - es gibt schließlich auch schönere. Nein, sondern weil ich nur tolles über das Buch gelesen habe und ich dann so high auf das Buch war, dass ich gleich am nächsten Tag in die Stadt bin und es mir gekauft hab.
"Am liebsten würde ich schreien. Ich will die Augen aufreißen und aufwachen und nicht länger mit mir allein sein, aber ich kann es nicht. Ich kann es nicht." (Seite 43)


Eine Skizze vom Raumschiff - die dummerweise überhaupt
nicht zu den Beschreibungen im Buch passt -
ist auf der Rückseite des Schutzumschlages.
Eine wirklich schöne Idee die Beth Revis da im Kopf herumgespukt ist.
Leider war es manchmal vorhersehbar, was wirklich schade ist, denn so ging bei mir die meiste Spannung futsch. Anderes wiederum kamen einfach so aus den Himmel geschossen, und ich klammerte mich sozusagen an das Buch fest und fauchte jeden an der mich beim lesen stören wollte, weil ich einfach wissen musste wie es weitergeht xD
Auch gleich am Anfang des Buches wird man mit dem Einfrieren von Amy und ihren Eltern konfrontiert.
Es wird immer zwischen der Sichtweise von Amy und Junior gewechselt, wahrscheinlich war es deswegen auch etwas vorhersehbar, aber schön fand ich es trotzdem mal die andere Seite zu hören.
Das Geschehen auf der Godspeed wird im Verlauf des Buches immer spannender, geheimnisvoller und auch zwielichtiger.
Die Love-Story war glücklicherweise, nicht eine dieser grauenvollen "Ich-kann-nicht-mehr-ohne-ihn-Leben"-Geschichten. Nie wurden die leisen Gefühle zwischen Amy und Junior zu doll in den Mittelpunkt gestellt, sonder ging es immer nur darum, herauszufinden wer die Kryokästen öffnet. Deswegen hat Godspeed noch einen weiteren Pluspunkt von mir verdient. Das Ende fand ich gut, spannend auch wenn ich leider Gottes schon ahnte wer hinter all den Unruhen auf dem Schiff steckt. Von Junior wurde ich dann auch einmal überrascht.
Es wirf kein fieser Cliffhänger am Ende einen Schatten über das Buch.
"Diese Sterne, die echten Sterne, sind das Schönste, was ich jemals gesehen habe. Sie lassen mich daran glauben, dass es noch eine Welt außerhalb dieses Schiffs gibt." (Seite 154)

Ich fand die Protagonisten alle Sympathisch, auch wenn sie manchmal Eigenschaften hatten, die eigentlich nicht wirklich passten.
Amy mochte ich von allen am meisten. Vielleicht lag das daran das sie von der Erde stammte oder mir leid tat weil sie der Freak auf dem Schiff war aber im allgemeinen lernte ich sie als liebes, starkes aber auch trauriges Mädchen - das sich aber nie in ihrer Trauer suhlte wie ein Schwein im Dreck- was immer nur das Ziel vor Augen hatte ihre Eltern zu beschützen, kennen und damit wurde sie mir sofort sympathisch.
Junior dagegen war schon manchmal etwas seltsam und bedauerlicherweise auch nervig. Weswegen? Durch seine Naivität. Ich hasse es das schreiben zu müssen, denn eigentlich ist es vollkommen verständlich. Er war sein ganzes Leben lang auf der Godspeed, kennt nicht solche Gefühle wie Liebe, und dadurch ist er unwissend. Und weil der Autorin diese Unwissenheit gegenüber der Welt so gut gelungen ist, ist es eigentlich auch wieder eine gute Eigenschaft. Da kann ich mich einfach nicht entscheiden ob ich Juniors Naivität gut fand oder doch eher schlecht.
"»Können wir sie sehen?« fragt Amy. »Können wir die Sterne sehen?« Oh ich würde sie ihr so gerne zeigen. Aber nicht jetzt und nicht, wenn er dabei ist. Ich will derjenige sein, der Amy ihre Sterne zurückgibt." (Seite 187)

Durch die kurzen Kapitel lässt sich "Godspeed - Die Reise beginnt" sehr schnell und flüssig lesen. Und auch vorlesen. Als ich Godspeed las übernachtete ich bei zwei Freundinnen die Zwillinge sind (Lea & Leonie). Eine wollte Abends das ich ihr ein wenig aus meinem Buch vorlese, einfach nur mal so, was ich dann auch tat. Die ganze Hälfte des Buches hab ich ihnen vorgelesen! Sie waren so fasziniert von dem Buch, dass ich nicht aufhören sollte. Am nächsten Tag (ich hatte die halbe Nacht vorgelesen) war ich dann fertig damit. Immer wenn sie hören "Junior" ist da ein funkeln in ihren Augen :D Dann hatte ich die ganze Woche Halsschmerzen, aber wenigstens mal jemanden mit dem ich über meine Bücher plaudern konnte, und das ist es doch schließlich Wert, oder? xD
"Einen Moment lang stehe ich nur da und weiß nicht, was ich machen soll. Dann nehme ich sie einfach in die Arme und drücke sie an mich." (Seite 387)


Ein toller erster teil einer Trilogie um eine Weltraumreise zu einem anderen Planeten. Ein paar kleine Krümel in dem Buch haben mich geärgert, aber die Story in sich ist es wirklich Wert gelesen zu werden.
"Ich war jahrhundertelang eingefroren. Und trotzdem hab ich mich nie so verlassen gefühlt wie in diesem Moment, in dem mir bewusst wird, dass ich wach bin und sie nicht." (Seite 109)

erscheint im August 2013

erschienen am 01.08.12

Kommentare:

  1. Schöne Rezi!
    Da fällt mir doch gerade wieder ein, dass ich das Buch auch noch unbedingt lesen wollte. Warum kommt man eigentlich nie zu allem was man sich so vorgenommen hat?
    Liebe Grüße
    MacBaylie

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  2. Muhahaha, jetzt kann ich mich mal endlich für dich wundervollen Rezensionen bedanken indem ich dich *tam tam tam* mit ♥ und Liebe getaggt habe. Nähere Infos: http://paggy-duckless-told.blogspot.de/2012/08/ihr-wurdet-getaggt-o.html
    xoxo. Johanna

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  3. ich wollte das Buch auch mal lesen. Bin aber noch nicht dazu gekommen. Schreib nicht so tolle Rezensionen!
    Muss es lesen *sucht*!:D.
    Neeee, wirklich schöner Blog!

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  4. Schöne Rezi auch von meiner Seite auch, aber ich glaube das Buch ist nichts für mich. Science Fiction war noch nie mein Ding, genauso wenig wie Dystopien, aber eine trotzdem schöne Rezi :) :D

    Liebe Grüße :)

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Haaaallöchen!
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Liebe Grüße
Jessi